Tennisschläger im Test - Ihr Tennis Ratgeber
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Tips zur Auswahl des passenden Tennisschlägers

Griffstärke

Wie stark der Griff eines neuen Schlägers im Durchmesser sein muss, ist von der Größe der Hand abhängig. Die Stärken reichen von 105 bis 118 Millimeter Umfang (Größenbezeichnung L1 bis L5). Die Hand muss den Griff auf jeden Fall komplett umfassen können, sonst kann der Schläger nicht ordentlich gehalten werden und die Hand ermüdet schneller. Allerdings sollte der Griff auch nicht zu klein sein – wenn die Fingerkuppe den Ballen der Hand berührt, ist er tatsächlich zu klein, was dem optimalen Führen des Schlägers zuwiderläuft. Die Griffgröße ist dann richtig gewählt, wenn folgende Faustregel gilt: Die Hand umschließt den Griff vollständig, gleichzeitig muss ein – wenn auch geringer – Abstand zwischen Fingerkuppe und Handballen herrschen. Berücksichtigt werden sollte auch, dass die Griffstärken der unterschiedlichen Hersteller, trotzdem die Größenauszeichnungen natürlich gleich lauten, variieren können. Wenn also ein Überband, das die Feuchtigkeit besser aufnimmt, zusätzlich um den Griff gewickelt werden soll, der Griff im Zweifelsfall eine Nummer kleiner gewählt werden sollte.

Schwungstil

Welchen Schwungstil ein Spieler hat, sollte er sich am besten – gerade als Anfänger – von einer außenstehenden Person, evtl. einem Tennistrainer oder auch einem erfahrenen Spieler, sagen lassen. Davon nämlich hängen ebenfalls entscheidende Faktoren ab, wel-cher Typ Schläger am besten geeignet ist. Im Prinzip gibt es drei unterschiedliche Schwungstile und die damit zusammenhängende Rahmenstärke eines Schlägers. Einsteiger, Damen und Senioren haben üblicherweise einen kurzen Schwungstil. Das heißt, die Ausholbewegung ist ziemlich kurz und es wird nicht viel Kraft in einen Schlag gelegt. Für den Schläger bedeutet das: Er ist leicht, der Rahmen ist dagegen stark, weil die Schlagfläche und damit der Treffpunkt des Balls größer ist. Die Typenbezeichnung lautet „K“. Typ „M“ dagegen eignet sich für fortgeschrittene Spieler; der Rahmen ist weniger stark, die Ausholbewegung und der Schwungstil sind mittel. Der athletisch-sportliche Spieler sollte die Rahmenstärke „L“ wählen: Eine lange Ausholbewegung und ein langer Schwungstil sowie eine recht kleine Schlagfläche setzen voraus, dass der Ball präzise getroffen werden kann. Dementsprechend muss der Spieler technisch sehr ver-siert sein.

Besaitung

Oft lautet die erste Frage im Zusammenhang mit der richtigen Besaitung eines Rackets: Kunststoff- oder Naturdarmsaite? Bei vielen Spielern ist das so etwas wie eine Glaubensfrage, die allerdings erst relevant wird, wenn auf einem hohen Niveau gespielt wird. Wenn das der Fall ist, ist eine Naturdarmsaite empfehlenswert – diese haben die viel besseren Eigenschaften, sich auszudehnen, wenn der Ball den Schläger trifft. Und damit schlucken sie weniger von der Energie, die zum Zeitpunkt des Aufpralls freigesetzt wird, sondern geben sie dem gespielten Ball beim Schlag mit auf den Weg. Zeitlich allerdings sind die Naturdarmsaiten um ein Vielfaches kürzer haltbar ist als Kunststoffsaiten. Wer sich also eher zu den Anfängern zählt, sollte sich den Schläger mit Kunststoffsaite bespannen lassen, zumal diese auch wesentlich günstiger ist als eine Naturdarmsaite.

Bespannung

Der Härte der Bespannung eines Tennisschlägers kommt eine große Bedeutung zu. Das ist insofern ja logisch, schließlich haben nur die rasterförmig gespannten Saiten während eines Tennisspiels Kontakt mit dem Ball (von hin und wieder vorkommenden „Rahmentreffern“ mal abgesehen). Dementsprechend wichtig ist jener Härtegrad. Verständlich wird dieser Umstand, wenn er in zwei unterschiedlichen Faktoren eingeteilt wird. Da ist zum einen die Energie des ankommenden Balls, die ihm umso mehr mit auf den Rückweg gegeben wird, je weicher ein Schläger bespannt ist. Man spricht vom so genannten Trampolineffekt. Der zweite Energiefaktor ist die Energie, die durch den Schlag selbst erzeugt wird. Um nun den Tennisschläger richtig zu bespannen, muss auch wieder berücksichtigt werden, auf welchem Niveau man Tennis spielt. Anfänger sollten in jedem Fall eine Bespannung wählen, die im Zweifelsfall etwas weicher ist. So hat man beim Schlag mehr Kontrolle. Wer auf höherem Niveau spielt, kann ruhig eine härtere Bespannung einsetzen. Allerdings muss auch wieder nach dem Spielertyp unterschieden werden. Aggressive Topspin-Spieler nutzen meist eine härtere Variante, Grundlinienspieler eine weichere. Auch die Häufigkeit von Netzangriffen oder wie gut man beim Aufschlag ist, spielen als wichtige Faktoren in diese Frage hinein. Auch hier hilft es, sich von einem guten Tennisspieler oder einem Trainer beraten zu lassen.

Schlägerkopfgröße

Diese ist ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Faktor bei der Wahl des richtigen Schlägers. Oben bereits kurz erwähnt (im Zusammenhang mit dem Schwungstil), geht es schlicht darum, wie groß bei einem Schläger die Fläche sein sollte, mit der der Ball gespielt wird. Je größer die Fläche, desto sicherer wird das Spiel – das ist logisch. Viele Spieler bevorzugen einen kleineren Schlägerkopf, da sie mit einem solchen mehr Druck auf den Ball ausüben können durch die höhere Spannung, die ein kleinerer Kopf erzeigen kann. Natürlich steigt so das Risiko, dass die Bälle nicht mehr genau getroffen werden. Auch hier wieder kommt es darauf an, wie das eigene Spielniveau ist: Anfänger nehmen sich besser einen größeren, Fortgeschrittene auch einen kleineren Kopf. Wobei: Selbst einige Tennisprofis weichen inzwischen von der Regel ab und spielen selbst mit einem Oversize-Racket.

Faktoren die Sie bei der Auswahl ihres Tennischlägers beachten sollen