Eigenschaften eines Tennisschlägers
Das wichtigste Utensil beim Tennis ist der Schläger. Jeder Tennisspieler benutzt ihn, doch setzen sich nur wenige richtig mit dem Spielgerät auseinander. Den Tennisschläger gibt es in verschiedenen Formen, für Hobbyspieler und Leistungssportler und in verschiedenen Größen.
Ein Tennisschläger besteht aus
- einem Rahmen
- der Schlagfläche
- der Bespannung
- und einem Griff
Rahmen
Bestanden die Rahmen früher noch aus Holz oder Leichtmetall, so wird seit ca. 20 Jahren kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff, Graphit oder Aramidfaser zur Herstellung verwendet. Seit einigen Jahren bauen die Produzenten teils Mikrochips in die Rahmen ein, um so genannte intelligente Schläger zu fertigen. Zu Beginn des Jahrtausends wurden die ersten Schläger aus Titan hergestellt. Sie sind noch einmal deutlich leichter als jene aus anderen Materialien.Maßgebliche Kriterien für die Rahmenkonstruktion sind die Stärke und die Härte des Materials. Je härter der Rahmen, desto mehr Energie gibt dieser beim Schlag dem Ball zurück; ist er weicher und dünner, so wird die Energie des auftreffenden Balls quasi geschluckt und nicht voll an den abgehenden Ball zurück gegeben.
Tennisschläger für erwachsene Spieler müssen zwischen 68,6 und 73,7 Zentimeter lang sein, um bei Turnieren benutzt werden zu dürfen. Inklusive der Besaitung wiegen die Rackets – so der englischsprachige Begriff – zwischen 280 und 350 Gramm.
Schlagfläche
Die besaitete Schlagfläche muss 625 bis maximal 750 Quadratzentimeter groß sein. Die Saiten selbst werden mit Bespannungsmaschinen in dem Rahmen eingesetzt. Sie verlaufen rechtwinklig zueinander und bilden so ein Schachbrettmuster.Je größer der Schlägerkopf, also die Schlagfläche ist, desto größer ist der so genannte Sweetspot. Das ist der Bereich in dem es optimal ist, den Ball zu treffen. Kleinere Kopfgrößen werden von Profispielern verwendet, da sie durch ihre Athletik und Übung den Ball exakt treffen können und sich mit kleineren Kopfgrößen ein exakteres Spiel machen lässt.
Saiten / Bespannung
Je nach Eigenschaft des Tennisspielers werden die Saiten unterschiedlich hart bespannt; zwischen 230 und 300 Newton sind dabei die Regel, wobei die quer verlaufenden Saiten meist weniger hart in den Rahmen eingezogen werden als die Längssaiten. Dabei gilt die Regel, dass härtere Bespannungsarten im Bereich oberhalb 270 Newton mehr Ballkontrolle für den Spieler bringen, dafür aber auch entsprechend mehr Kraft für den Ballschlag aufgebracht werden muss.Freizeitspieler müssen die Besaitung alle paar Wochen oder Monate erneuern, da die Bespannung durch das Spielen weicher wird und irgendwann ausleiert; Profis wechseln aufgrund der um ein Vielfaches höheren Belastung für Rahmen und Saiten die Rackets sogar innerhalb eines einzigen Spiels mehrmals.
Schlägergriff und Griffband
Schlägergriffe weisen, je nach Vorliebe und Handgröße der Spieler, unterschiedliche Größen und Formen auf. Die so genannte Griffschale ist dabei mit einem speziellen Griffband versehen, das Blasenbildung an den Händen vermeidet, den Schlag dämpft, den Schweiß absorbiert und den Griff und damit die Kontrolle über den Schläger verbessert.Die Größe des Griffs meint einzig und allein dessen Umfang und wird somit bestimmt von der Handgröße; die Bezeichnung für den Umfang liegt zwischen L1 und L7. Dabei entspricht L1 einem Umfang von 4,125 (4 1/8) Inch oder 105 Millimetern, L7 einem Umfang von 4,875 (4 7/8) Inch oder 124 Millimetern.